Partnerschaftlich zu mehr Compliance
Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) ist ein zentraler Baustein des European Green Deal. Mit ihr verfolgt die Europäische Union das Ziel, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen und den Übergang zu einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen.
Eine wichtige Rolle spielen dabei Verpackungen. Sie schützen Produkte und erleichtern Transport und Lagerung – verursachen aber gleichzeitig große Mengen an Abfall und verbrauchen wertvolle Rohstoffe. Um Verpackungen nachhaltiger zu gestalten und Ressourcen länger im Kreislauf zu halten, hat die Europäische Union die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) verabschiedet. Und mit ihr die größten Veränderungen im europäischen Verpackungsrecht seit Jahren. Denn sie soll Verpackungsabfälle reduzieren, Recycling fördern, den Einsatz von Rezyklaten erhöhen und europaweit einheitliche Vorgaben für Verpackungen schaffen.
Für Unternehmen bedeutet das: Neue Anforderungen an Verpackungsdesign, Recyclingfähigkeit, Kennzeichnung und Dokumentation werden schrittweise verpflichtend. Wer Verpackungen entwickelt, herstellt, importiert oder in Verkehr bringt, sollte sich deshalb frühzeitig mit der PPWR auseinandersetzen.
Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen rund um die PPWR-Verordnung.
Gut zu wissen:
Die PPWR ist eine EU-Verordnung. Anders als eine Richtlinie
muss sie nicht erst in nationales Recht umgesetzt werden. Die
Regelungen gelten unmittelbar in allen
Mitgliedstaaten der Europäischen Union und schaffen damit
erstmals einheitliche Vorgaben für Verpackungen im europäischen
Binnenmarkt.

Die Packaging and Packaging Waste Regulation
(PPWR) ist die neue
EU-Verpackungsverordnung. Sie ersetzt die
bisherige Verpackungsrichtlinie und schafft erstmals europaweit
einheitliche Vorgaben für Verpackungen und
Verpackungsabfälle. Betroffen sind nahezu alle
Verpackungsarten – unabhängig davon, ob sie aus Papier,
Kunststoff, Glas, Metall oder Verbundmaterialien
bestehen.
Dazu gehören unter anderem:
Die Verordnung betrachtet den gesamten Lebenszyklus einer
Verpackung – von der Entwicklung über die Nutzung bis hin zum
Recycling. Dabei geht es nicht mehr nur darum, Verpackungen
sicher und funktional zu gestalten. Künftig müssen sie auch
möglichst ressourcenschonend, recyclingfähig und kreislauffähig
sein.
Auch Etiketten spielen dabei eine größere
Rolle als bisher. Sie gelten nicht mehr als bloßes
Gestaltungselement, sondern als Bestandteil der gesamten
Verpackung. Material, Haftklebstoff oder Druckverfahren können
entscheidend dafür sein, ob eine Verpackung hochwertig recycelt
werden kann.
Praxis-Tipp: Wer bereits heute Verpackungen entwickelt oder einkauft, sollte nicht nur die Verpackung selbst, sondern auch Etiketten, Klebstoffe und eingesetzte Materialien gemeinsam betrachten.
In Europa fallen jedes Jahr Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an – Tendenz steigend. Gleichzeitig unterscheiden sich die Verpackungsvorschriften der einzelnen EU-Mitgliedstaaten bislang teilweise erheblich. Mit der PPWR möchte die Europäische Union deshalb einheitliche Regeln schaffen, um Verpackungen nachhaltiger zu gestalten.
Im Mittelpunkt stehen drei Ziele:
Verpackungen sollen künftig möglichst vermieden werden. Wo Verpackungen notwendig sind, sollen Materialeinsatz und Verpackungsvolumen reduziert werden.
Verpackungen sollen von Anfang an so entwickelt werden, dass sie möglichst hochwertig recycelt werden können. Gleichzeitig soll der Einsatz recycelter Materialien deutlich steigen.
Wertvolle Rohstoffe sollen länger genutzt und wiederverwendet werden. Verpackungen sollen möglichst nicht mehr als Abfall enden, sondern als Rohstoff für neue Verpackungen dienen.

Die kurze Antwort: Fast alle Unternehmen, die Verpackungen innerhalb der Europäischen Union in Verkehr bringen.
Dazu gehören beispielsweise:
Auch wenn viele Regelungen erst schrittweise umgesetzt werden, empfiehlt sich eine frühzeitige Vorbereitung.
Folgende Fragen sollten Unternehmen bereits heute beantworten können:
Je früher Unternehmen ihre Verpackungen überprüfen, desto einfacher lassen sich notwendige Anpassungen planen.
Bei Fragen: Wer mehrere Verpackungslieferant:innen hat, sollte frühzeitig das Gespräch suchen. Viele Anforderungen lassen sich nur gemeinsam entlang der Lieferkette umsetzen.
Ihr
Kontakt:
tri.ppwr@cclind.com
Mit der PPWR stehen künftig Nachhaltigkeit, Kreislauffähigkeit und Recyclingfähigkeit deutlich stärker im Fokus.
Verpackungen sollen so entwickelt werden, dass sie hochwertig recycelt werden können. Materialkombinationen, Farben, Verschlüsse oder Etiketten müssen deshalb stärker aufeinander abgestimmt werden.
Für bestimmte Kunststoffverpackungen schreibt die PPWR künftig Mindestanteile an recyceltem Kunststoff vor. Dadurch soll der Einsatz neuer fossiler Rohstoffe reduziert werden.
Verbraucher:innen sollen auf einen Blick erkennen können,
Dafür werden europaweit einheitliche Kennzeichnungen eingeführt.
Etiketten beeinflussen die Recyclingfähigkeit einer Verpackung maßgeblich. Material, Haftklebstoffe und Druckfarben sollten deshalb bereits während der Verpackungsentwicklung berücksichtigt werden.
Unternehmen müssen künftig umfangreicher dokumentieren, dass ihre Verpackungen die Anforderungen der PPWR erfüllen. Technische Unterlagen und Konformitätsnachweise werden damit zu einem festen Bestandteil der Verpackungsentwicklung.
Eine wichtige Neuerung der PPWR ist die Konformitätserklärung. Die verantwortlichen Akteur:innen müssen künftig schriftlich bestätigen können, dass ihre Verpackungen den geltenden Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung entsprechen.
Die Konformitätserklärung basiert auf einer technischen Dokumentation. Darin wird unter anderem nachgewiesen, dass die Verpackung die relevanten Vorgaben der PPWR erfüllt – beispielsweise hinsichtlich Materialzusammensetzung, Recyclingfähigkeit oder weiterer geltender Anforderungen.
Unternehmen sollten deshalb bereits heute damit beginnen, die notwendigen Informationen entlang ihrer Lieferkette zu sammeln und ihre Dokumentation entsprechend aufzubauen. Gerade bei Verpackungen mit mehreren Komponenten oder unterschiedlichen Lieferant:innen wird die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten künftig noch wichtiger.
Praxis-Tipp: Die Konformitätserklärung wird zu einem zentralen Nachweis für die Einhaltung der PPWR. Wer Materialdaten, Spezifikationen und technische Informationen bereits heute strukturiert dokumentiert, erleichtert sich die spätere Umsetzung erheblich.
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Die Einführung der PPWR erfolgt schrittweise. Deshalb ist es wichtig, die wichtigsten Termine im Blick zu behalten.
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11. Februar 2025 |
Die PPWR tritt offiziell in Kraft. |
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12. August 2026 |
Die EU-Verpackungsverordnung gilt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. |
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ab 2028 |
Weitere Anforderungen werden schrittweise verbindlich. |
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ab 2030 |
Zusätzliche Vorgaben zur Recyclingfähigkeit, zu Rezyklatanteilen und zur Wiederverwendung treten in Kraft. |
Ja. Da es sich um eine EU-Verordnung handelt, gilt sie unmittelbar in allen Mitgliedstaaten – also auch in Deutschland.
Nein. Die Verordnung betrifft grundsätzlich alle Verpackungsmaterialien. Für einzelne Materialien gelten jedoch unterschiedliche Anforderungen.
Ja. Etiketten sind Bestandteil der Verpackung und können deren Recyclingfähigkeit beeinflussen. Deshalb gewinnen Materialwahl, Klebstoffe und Gestaltung künftig an Bedeutung.
Viele Regelungen gelten erst schrittweise. Dennoch empfiehlt es sich, bestehende Verpackungen frühzeitig zu überprüfen und notwendige Anpassungen rechtzeitig zu planen.
Die Konformitätserklärung ist ein verpflichtender Nachweis, mit dem Hersteller:innen bzw. verantwortliche Wirtschaftsakteur:innen bestätigen, dass eine Verpackung die Anforderungen der PPWR erfüllt. Sie basiert auf einer technischen Dokumentation und muss den zuständigen Behörden auf Verlangen vorgelegt werden.
Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) ist weit mehr als eine neue Verpackungsverordnung. Sie verändert die Art und Weise, wie Verpackungen entwickelt, eingesetzt und recycelt werden. Für Unternehmen bedeutet das, Verpackungen künftig ganzheitlich zu betrachten – von der Materialauswahl über Etiketten und Kennzeichnung bis hin zur späteren Wiederverwertung. Da viele Anforderungen in den kommenden Jahren konkretisiert oder stufenweise eingeführt werden, lohnt es sich, das Thema kontinuierlich im Blick zu behalten.
Wir aktualisieren diese Seite regelmäßig mit neuen Informationen, Fristen und gesetzlichen Entwicklungen, damit Sie jederzeit einen verlässlichen Überblick über die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) behalten.
Wichtige Quellen zum Nachlesen:
